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{{Infobox Landkreis
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|Längengrad = 6.6308
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|Bundesland = Nordrhein-Westfalen
|Regierungsbezirk = Köln
|Landschaftsverband= Rheinland
|Verwaltungssitz = Bergheim
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|Adresse = Willy-Brandt-Platz 1
50126 Bergheim
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|Landrat = Michael Kreuzberg
|Partei = CDU
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Der '''Rhein-Erft-Kreis''' ist ein Kreis im Westen von Nordrhein-Westfalen im . Von 1975 bis Ende Oktober 2003 hieß der Kreis '''Erftkreis'''. Die Kreisstadt des Rhein-Erft-Kreises ist Bergheim.

Geographie

Naturraum

Der Kreis hat eine Nord-Süd-Ausdehnung von 38 Kilometern und eine Ost-West-Ausdehnung von 28 Kilometern. Der höchste Punkt des Kreises befindet sich mit . Somit befindet sich dort der niedrigste Punkt des Kreisgebiets.

Bewaldung

Der Rhein-Erft-Kreis zählt mit nur circa elf Prozent Waldanteil und einem Pro-Kopf-Anteil von circa 177 m² zu den waldärmsten Kreisen in Nordrhein-Westfalen. Der Landesdurchschnitt der bewaldeten Fläche von Nordrhein-Westfalen liegt bei circa 26 Prozent. Mit der beschlossenen Erweiterung des Braunkohletagebaus Hambach fielen nochmals circa 1300 Hektar Wald weg und der Waldanteil verringert sich damit weiter auf circa acht Prozent. Vor diesem Hintergrund wurde im Erftkreis ein Waldvermehrungsprogramm initiiert. Innerhalb von neun Pflanzperioden (1993/1994 ? 2001/2002) wurden bisher circa 150 Hektar neu aufgeforstet. Dies entspricht einer Neupflanzung von circa 750.000 heimischen Laubbäumen und Sträuchern. Die Städte Bedburg, Bergheim, Brühl, Erftstadt, Kerpen, Hürth, Pulheim und Wesseling unterstützen das Waldvermehrungsprogramm des Rhein-Erft-Kreises aktiv und haben, neben eigenen örtlichen Waldaktionen, bisher eine Fläche von gesamt etwa 40 Hektar für überregionale Aufforstungen bereitgestellt.

Nachbarkreise und Nachbarstädte

An den Rhein-Erft-Kreis grenzen, im Norden beginnend im Uhrzeigersinn, der Rhein-Kreis Neuss, die kreisfreie Stadt , der Rhein-Sieg-Kreis und die Kreise Euskirchen und .

Kreisangehörige Städte

(Einwohner am </ref>)
{|
|-----
| width="50%" valign="top" |
''''''
  • Bedburg, ()
  • Bergheim, ()
  • , Mittlere kreisangehörige Stadt ()
  • Elsdorf, Mittlere kreisangehörige Stadt ()
  • Erftstadt, Mittlere kreisangehörige Stadt ()
  • Frechen, Mittlere kreisangehörige Stadt ()
  • , Mittlere kreisangehörige Stadt ()
  • Kerpen, Große kreisangehörige Stadt ()
  • Pulheim, Mittlere kreisangehörige Stadt ()
  • Wesseling, Mittlere kreisangehörige Stadt ()

| width="50%" valign="top" |

|}

Geschichte

Der Rhein-Erft-Kreis wurde im Rahmen der Kreisreform gemäß § 26 am 1. Januar 1975 unter der Bezeichnung ''Erftkreis'' aus den ehemaligen Kreisen Bergheim (Erft) und (außer den Köln zugeschlagenen Teilen) sowie der Stadt Erftstadt des Kreises Euskirchen neu gebildet. Durch diese Veränderung erhielt der Kreis Zugang zum Rhein, blieb jedoch weiterhin nur nach der weitaus weniger bedeutenden Erft benannt.

Nachdem der Kreistag die Umbenennung des Kreises in ''Rhein-Erft-Kreis'' beschlossen hatte, genehmigte das Innenministerium von Nordrhein-Westfalen mit Wirkung vom 1. November 2003 den neuen Namen. Der Landrat nahm am 25. September 2003 die Urkunde zur Umbenennung entgegen. Der Kreis verspricht sich vom neuen Namen eine bessere internationale Vermarktung.

Bevölkerung

Einwohnerstatistik

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! Jahr
! Einwohnerproduktion von LyondellBasell und dem Polymerwerk von Braskem.

Gesundheitswesen

In allen Städten, außer in Kerpen, Pulheim und Elsdorf, befinden sich Krankenhäuser der Grund- und erweiterten Versorgung. Die meisten , das Frechener St. Katharinenhospital ist Akademisches Lehrkrankenhaus der und beheimatet beispielsweise die einzige neurologische Fachklinik im Kreis. Eine Arbeitsgemeinschaft der Selbsthilfegruppen im Rhein-Erft-Kreis gilt als Ansprechpartner für Suchende.

Verkehr

Schienenverkehr

Da der Kreis sich fast komplett um das linksrheinische Köln schließt, sind die Städte des Rhein-Erft-Kreises an die von Köln ausgehenden Eisenbahnstrecken angebunden:

  • Hürth und Brühl an die Strecken Köln?Bonn?Koblenz (linke Rheinstrecke), bzw. Köln?Euskirchen?Trier (Eifelstrecke)
  • Frechen und Kerpen an die Strecke (auch S-Bahn)
  • Pulheim an die Strecke
  • Erftstadt an die Strecke Köln?Euskirchen?Trier (Eifelstrecke)
  • Bergheim an die Strecke
  • Bedburg an die Erftbahn und an die

Bergheim und Bedburg liegen an der Erftbahn, einer Verbindungsstrecke von Horrem nach Bedburg. Dabei handelt es sich um eine Strecke der ehemaligen Bergheimer Kreisbahn.

Die ist seit 1995 nur noch bis Bedburg betriebsfähig. Der Abschnitt Elsdorf-Düren wurde mit der Erweiterung des Tagebaus Hambach abgegraben. Der Abschnitt Bedburg-Elsdorf wurde mangels Nachfrage demontiert. Die Trassenführung ist jedoch bis heute im Gelände erkennbar.

Die Städte Wesseling, Brühl, Hürth und Frechen sind zudem noch an das angeschlossen. Durch Wesseling führt die Rheinuferbahn der ehemaligen (KBE), heute Stadtbahnlinie 16. Durch Hürth und Brühl fährt die ehemalige Vorgebirgsbahn der KBE, heute Linie 18. Nach Frechen verläuft die Strecke der ehemaligen (KFBE), heute die Stadtbahnlinie 7.

Straßenverkehr

Ähnlich wie bei den Schienenstrecken wird auch hier der Rhein-Erft-Kreis von der Lage in der Peripherie des Verkehrsknotens Köln begünstigt.

Die Städte sind an folgende Autobahnen und Bundesstraßen gut angeschlossen:
  • Pulheim: A 4, A 1, A 57, B 59
  • Frechen: A 1, A 4, B 55, B 264
  • Hürth: A 1, A 4, B 265
  • Brühl:
  • Wesseling: A 553, A 555, B 9
  • Bedburg:
  • Bergheim: A 61, B 55,
  • Kerpen: A 4, A 61, B 264, B 477, Anbindung in Umkreis von 10 km: A 1
  • Erftstadt: A 1, A 61, B 265, Anbindung in Umkreis von 10 km: A 553, B 51
  • Elsdorf: A 61, B 55, B 477, Anbindung in Umkreis von 10 km: A 4

Busverkehr

''Siehe auch: Rhein-Erft-Verkehrsgesellschaft''

Die kreiseigene Rhein-Erft-Verkehrsgesellschaft (REVG) unterhält zahlreiche Regionalbuslinien. Die wichtigsten werden in der Regel im Halbstundentakt bedient. Zusätzlich gibt es noch die Linie 145 der KVB (), diese verbindet Frechen mit über , , .

Darüber hinaus betreibt die REVG sowie die Stadtwerke Wesseling, und die Stadtwerke Hürth zahlreiche Buslinien mit lokaler Bedeutung. Die Buslinie 922 in Kerpen, Elsdorf und Bergheim wird von der Firma Tirtey betrieben (Tirtey betreibt seit Juni 2009 eine auch eine Ringbuslinie in Kerpen-Sindorf). In den 1990er Jahren wurde das Angebot insbesondere in den Abendstunden nach 22 Uhr stark gekürzt (Bedienung nur noch aus Richtung Köln in den Kreis hinein) und durch städtische Anrufsammeltaxen ersetzt. Der Nachteil dieser Anrufsammeltaxen liegen darin, dass diese nur auf Bestellung fahren und selten ein Angebot über die jeweiligen Stadtgrenzen aufweisen können. In Wesseling betreiben die Stadtwerke zusammen mit der REVG einen ?Stadtbus?, die Linie 721. Die Städte und haben in Kooperation mit der RVK einen eigenen Stadtbusverkehr aufgenommen, sodass die REVG dort nur noch einzelne Linien in die übrigen Gebiete im Kreis betreibt, welche vor allem im Komfortstandard und in der Bedienungsfrequenz starke Unterschiede zum teilweise im 20-Minuten-Takt verkehrenden Stadtbus aufweisen. In Brühl betreibt die RVK im Auftrag des Kreises Euskirchen zudem noch die Linie 985, welche von Brühl über Weilerswist nach Euskirchen führt. Der Rhein-Erft-Kreis gehört zum Tarifgebiet des Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS).

Kultur

Museen

Kulturdenkmäler

sind in der Regel unter den jeweiligen Städten, Gemeinden und Ortsteilen aufgeführt
  • Bauwerke von überregionaler Bedeutung
    • Schloss Augustusburg mit Kirche Maria zu den Engeln, Park und Jagdschloss Falkenlust ()
    • Abtei Brauweiler
    • Schloss Bedburg
    • Schloss Paffendorf
  • Skulpturen und Einzelstücke
    • Das sog. fränkische Fürstengrab im ehem. Morken-Harff bei Bedburg ca. 600 n. Chr. Ein mit Goldbeschlägen verzierter Spangenhelm befindet sich heute im Rheinischen Landesmuseum Bonn; eine Kopie wird im Schloss Paffendorf gezeigt.
    • Der er Kruzifixus von 1060/1070 (vergleichbar dem Gerokreuz im Kölner Dom)
    • Die in Frechen-Grefrath von 1420/1430
    • Das Antwerpener Schnitzretabel von 1520 in der Sankt-Pankratius-Kirche (Paffendorf)
  • Technische Baudenkmäler
    • Die Brücke der Rheinbraun Nord-Süd-Bahn über die Bundesbahnstrecke Köln-Aachen (siehe Horrem) war bei ihrer Erbauung 1953/1954 die Spannbetonbrücke mit der weitesten Spannweite in Deutschland.
  • Denkmalensembles
    • Die Altstadt von Kaster
    • Die Ausstattung Frechener Häuser aus der Zeit zwischen den Weltkriegen mit Frechener Baukeramik
  • Bauwerke von regionaler Bedeutung
    • Die Landesburg Lechenich (ab 1306), einer der ersten Backsteinbauten im Rheinland, nachdem die Technik des Brennens von Ziegeln nach der Römerzeit in Vergessenheit geraten war.
    • Die Synagoge in Stommeln von 1882, eine von insgesamt vier Synagogen in der Umgebung Kölns (neben , Hülchrath, ) sowie 27 jüdische Friedhöfe
    • Die Moscheen in Wesseling und , sind die einzige auf dem Gebiet von Stadt Köln und Rhein-Erft-Kreis im nachempfundenen byzantinischen Kuppelbau-Stil. Vergleichbare Bauten stehen in Aachen und Königswinter.

Jüdische Friedhöfe

Für den Rhein-Erft-Kreis sind 27 n und eines regen jüdischen Gemeindelebens bis in die 1930er Jahre.

Partnerschaften

Der Rhein-Erft-Kreis unterhält zwei Partnerschaften mit Regionen:
  • seit 1969 mit dem (einer Gebietskörperschaft) in der Bretagne;
  • seit 2001 mit dem polnischen Powiat Bielski (einem Landkreis) in Oberschlesien.

Der Kreis ist Mitglied der Regionale 2010 in der Region Köln/Bonn.

Literatur im Rhein-Erft-Kreis

Mittelalterliche Literatur

In dieser Zeit war die Entstehung von Literatur im ländlichen Bereich im Wesentlichen auf Klöster beschränkt. Abt Konrad von Brauweiler schrieb um 1115 die ''Vita Wolfhelmi'' mit dem Ziel von dessen Heiligsprechung. Wolfhelm war ebenfalls Abt in Brauweiler (* um 1020 Köln; ? 22. April 1091 Brauweiler).

Literatur ab etwa 1980

Dass es nicht nur in Köln ein reges literarisches Leben gibt, sondern auch im angrenzenden Rhein-Erft-Kreis, zeigen die vielen Lesungen in Stadtbibliotheken und anderen kulturellen Institutionen sowie die Schriften und Veranstaltungen des Autorenkreis Rhein-Erft, der 1992 für seine zahlreichen Aktivitäten mit dem Kreis-Kulturpreis ausgezeichnet wurde. Gegründet wurde der Kreis 1985 von dem Hürther Schriftsteller Herbert Sinz (1913?1989). Von 1986 bis 1989 wurde er von Petra Hammesfahr (* 1951) geleitet, anschließend bis 1997 von Axel Kutsch (* 1945). Seitdem ist (* 1942) ihr Vorsitzender.

Ein filigranes Spektrum von Autoren aus dem Rhein-Erft-Kreis bietet das 1990 von (1927?2015) enthält. Kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs hat Grass mehrere Jahre in Oberaußem gelebt.

Der in Kerpen lebende Uwe Erichsen (* 1936) und Petra Hammesfahr (* 1951) zählen mit ihren Krimis und Psychothrillern zu den namhaften Vertretern der deutschsprachigen Spannungsliteratur. Erichsen ist vor allem durch seinen mit (* 1938) verfilmten Roman ''Das Leben einer Katze'' (1983) bekannt geworden. Petra Hammesfahr erreicht seit den 1990er Jahren mit ihren zum Teil für das Fernsehen verfilmten Psychothrillern (u. a. ''Der stille Herr Genardy'', 1993, ''Die Mutter'', 2000, ''Das letzte Opfer'', 2002) breite Leserkreise. Auch Carsten Sebastian Henn (* 1973) aus Hürth hat sich in den vergangenen Jahren als Verfasser von Kriminalromanen über die Grenzen des Rhein-Erft-Kreises hinaus einen Namen gemacht (u. a. ''In dubio pro vino'', 2004). 2014 erhielt er den Kulturpreis des Kreises.

Zu den ebenfalls überregional wahrgenommenen Romanautoren gehören der Elsdorfer (* 1958) (zuletzt ''Dorf der Wolkenmacher'', 2001), der Bergheimer Gynter Mödder (u. a. ''Laßt mich leben!'', 1996, ''Gullivers fünfte Reise'', 2005), der Pulheimer Klaus Poche (1927?2007) (''Atemnot'', 1978) sowie die Erftstädter Linda Pfeiffer (* 1948) (u. a. ''Schwarze Liebe'', 1989) und Hans Josef Jungheim (1927?2012), der neben Romanen für Erwachsene (u. a. ''Im Jahr der Krähen'', 1990, ''Das Labyrinth'', 1994) auch Kinder- und Jugendliteratur veröffentlicht hat. Mit zahlreichen Preisen wurde der Brühler (1935?2015) für seine Romane, Erzählungen, Biographien und Hörspiele ausgezeichnet (u. a. , 1975, Hermann-Hesse-Preis, 1977, , 1989).

Zwei der renommiertesten Kinder- und Jugendbuchautoren sind bundesweit (1917?2007) aus Brühl (Pseudonym Fried Noxius) und (* 1945) (Hürth), der 1984 für seinen Roman ''In dreihundert Jahren vielleicht'' mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet wurde. Zu Schädlichs zahlreichen Veröffentlichungen zählt unter anderem der Roman ''Laßt euch den Mond nicht rauben'' (1986). Als Sachbuchautoren haben sich seit den 1990er Jahren der Frechener Jürgen Streich (* 1960) (zuletzt ''Vorbilder ? Der Alternative Nobelpreis'', 2005) und der Elsdorfer Andreas Rumler (* 1955) (u. a. ''Tübinger Dichter-Spaziergänge'', 2003) profiliert. Eine große Zahl Lexika und Sachbücher aber auch Lyrik und Erzählungen schreibt (* 1955). Er wurde 1982 mit dem Kulturpreis der Stadt Essen geehrt. 1991 gründete er das Königsdorfer Verlagsbüro in Frechen. Große Resonanz fand 2005 Henner Voss (* 1942) (Bergheim) mit seinem Buch ''Vor der Reise ? Erinnerungen an Bernward Vesper''.

Im Mittelpunkt des literarischen Schaffens von Dolores Burkert (* 1974) (Bedburg), Axel Kutsch (Bergheim), Helmut Schmale (* 1934) (Frechen) und Christa Wißkirchen (* 1945) (Pulheim) steht die Lyrik. Neben ihrem Buch ''Auf Reisen und Abwegen'' (2004) hat Dolores Burkert etliche Anthologien publiziert. Kutsch hat sowohl regionale Lesebücher als auch bundesweit beachtete Lyrik-Anthologien herausgegeben und mehrere von der Kritik gelobte Gedichtbände veröffentlicht (u. a. ''Wortbruch'', 1999, ''Ikarus fährt Omnibus'', 2005, ''Versflug'', 2015). Ebenfalls auf positive Resonanz stießen die Lyrikbände von Helmut Schmale (u. a. ''überschreibungen'', 1994, ''Im Tal der Zeichen'', 2001) und Christa Wißkirchen (''Blickfeld'', 2001, ''Der Nährwert des Kiesels'', 2007). Mit seinem Debütband ''Erinnerung & Morgenröte'' (Lyrik und Prosa) machte 2006 der Kerpener Gerrit Wustmann (* 1982) auf sich aufmerksam. Es folgten mehrere Gedichtbücher, so 2013 ''Istanbul Bootleg'' und 2014 ''grüngewandet''. 2015 erhielt er den NRW-Förderpreis für Literatur.

Die Hürther Autorin Katja Kutsch (* 1976) veröffentlichte 2007 mit dem Geschichtenband ''Schützenfest'' ihr erstes Buch, nachdem sie bereits zuvor für ihre Erzählungen mit zwei Literaturpreisen ausgezeichnet worden war. 2016 erschien ihr Roman ''Fräulein Pippa fliegt davon''. Der Historiker und Volkskundler Peter (Josef) Kremer (* 1953) (''Wo das Grauen lauert.'' Düren 2003) spezialisiert sich auf die düstere Seite der Sagenwelt an der Erft (Werwölfe und Wiedergänger) und befasst sich speziell mit dem Prozess gegen den Werwolf von Epprath im Jahre 1589.

Rainald Grebe (* 1971) aus Frechen (u. a. ''Global Fish'', Roman, 2006) erhielt zwischen 2003 und 2008 verschiedene Literaturpreise.

Der Erftstädter Journalist Ulrich Harbecke (* 1943) nimmt in seinen beiden Büchern ''Der gottlose Pfarrer'' (1995) und ''Der gläubige Kardinal (2004) ''kritisch aber humorvoll Stellung zu den Schwierigkeiten, als Pfarrer oder als Bischof innerhalb vorhandener kirchlicher Strukturen christlichen Glauben zu verkünden und zu leben.

Kfz-Kennzeichen

Am 1. Juli 1956 wurde dem Landkreis Bergheim (Erft) bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen ''BM'' zugewiesen. Es wird im Rhein-Erft-Kreis durchgängig bis heute ausgegeben.

Siehe auch

Literatur

  • Jochen Arlt, Axel Kutsch: ''Knollen, Kohle und Miljöh ? Erftkreis-Lesebuch.'' Rhein.Eifel.Mosel-Verlag, Pulheim 1990, ISBN 3-924182-17-5.
  • Jakob Baumann, Bernd Wiese: ''Der Erftkreis Natur-Mensch-Wirtschaft.'' Geostudien 10/1986, Köln 1986.
  • Paul Clemen: ''Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz,'' Bd. 4: ''Der Landkreis Köln.'' Düsseldorf 1897, Nachdruck Düsseldorf 1983, ISBN 3-590-32118-0.
  • Erftkreis (Hrsg.): ''Klöster und Stifte im Erftkreis.'' Hürth 1988, ISBN 3-7927-1044-7.
  • Herbert Heermann: ''Die Entstehung des Erftkreises 1966 bis 1976'' (Dissertation Universität zu Köln). Kerpen 1989, ISBN 3-00-002997-4.
  • Herbert Heermann: ''Die Erftkreisgründung im Rahmen der nordrhein-westfälischen Gebietsreform ? Ende oder Anfang für ein kommunales Identitätsbewusstsein?'' In: Geschichte im Westen (GiW), Jahrgang 16 (2001), , S. 173?211.
  • Hermann Hinz: ''Archäologische Funde und Denkmäler des Rheinlandes.'' Bd. 2, ''Kreis Bergheim.'' Rheinland-Verlag, Düsseldorf 1969 (weitgehender Abdruck).
  • Arno Kleinebeckel: ''Unternehmen Braunkohle ? Geschichte eines Rohstoffs, eines Reviers, einer Industrie im Rheinland.'' Köln 1986, ISBN 3-7743-0225-1.
  • Almuth Knust-Willmann: ''Prächtige Schlösser, mächtige Burgen ? Wasserburgen im Rhein-Erft-Kreis.'' Verlag Bachem, Köln 2006, ISBN 3-7616-1972-3.
  • Johann Köllen, Hans Kinsky, Robert Steimel: ''Siegel und Wappen, Burgen und Schlösser im Landkreis Köln.'' Robert Steimel-Verlag, Köln 1966.
  • Kreisverwaltung Erftkreis Hrsg.: ''Der Erftkreis'' (aus der Reihe ''Städte ? Kreise ? Regionen''). Oldenburg 1985, ISBN 3-88363-035-7.
  • Frank Kretzschmar: ''Kirchen Klöster und Kapellen im Erftkreis.'' Erftkreisveröffentlichung Nr. 92, Köln 1984 (2. Auflage 1992), ISBN 3-7927-0821-3.
  • Frank Kretzschmar: ''Kulturregion Erftkreis ? Verluste einer Denkmal-Landschaft.'' Erftkreisveröffentlichung Nr. 144, Köln 1991, ISBN 3-7927-1228-8.
  • Frank Kretschmar: ''Kirchen und Andachtsstätten im Rhein-Erft-Kreis''. Köln 2005, ISBN 3-7616-1944-8.
  • Frank Kretzschmar: ''Religiöse Orte an Rhein und Erft.'' J.P. Bachem Verlag, Köln 2013, ISBN 978-3-7616-2617-7.
  • Henriette Meynen: ''Wasserburgen, Schlösser und Landsitze im Erftkreis.'' Köln 1979, ISBN 3-7927-0521-4.
  • Annaliese Ohm, Albert Verbeek: ''Die Denkmäler des Rheinlandes,'' 17. Band: ''Kreis Bergheim 3.'' Rheinland-Verlag / L. Schwann Verlag, Düsseldorf 1971, ISBN 3-508-00186-5 (3 Bände).
  • Dieter Peters: ''Land zwischen Rhein und Maas. Genealogische Daten von jüdischen Friedhöfen in der ehemaligen Rheinprovinz und in der niederländischen Provinz Limburg.'' Kleve 1993.
  • Elfi Pracht: ''Jüdisches Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen,'' [Teil I] ''Regierungsbezirk Köln.'' Köln 1997, ISBN 3-8311-1003-4.
  • Rhein-Erft-Kreis (Hrsg.): ''Museen und Privatsammlungen an Rhein und Erft.'' 2. Auflage, 2009.
  • Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Heimatschutz, Hrsg.: ''Das Rheinische Braunkohlengebiet ? eine Landschaft in Not.'' Neuss 1953.
  • Klaus H.S. Schulte: ''Dokumentation zur Geschichte der Juden am linken Niederrhein seit dem 17. Jahrhundert.'' Veröffentlichungen des historischen Vereins für den Niederrhein insbesondere das alte Erzbistum Köln, Düsseldorf 1972.
  • Helmut Weingarten: ''Die Eisenbahn zwischen Rhein und Erft.'' Köln 1987, ISBN 3-7927-0973-2.

Weblinks

  • Offizielle Website des Rhein-Erft-Kreises

Einzelnachweise